Aktuelle Messen und Events Mehr Infos

Einfach erklärt

Fachbegriffe-Lexikon

Die Digitalisierung verändert den Tourismus und sein Marketing. Und das bedeutet: neue Technologien, neue Trends, neue Fachbegriffe. Wir wissen, wie leicht man dabei den Überblick verlieren kann und möchte mit unserem Fachbegriffe-Lexikon die wichtigsten Begriffe rund um Tourismus und Digitalisierung leicht verständlich erklären.


Digitalisierung & Hotelmarketing

Unter dem Billboard Effekt versteht man den direkten Zusammenhang zwischen der Sichtbarkeit von Unterkunftsinformationen & Angeboten auf Online-Buchungsplattformen und den dadurch generierten Zugriffen auf bzw. Buchungen über die eigene Unterkunftswebseite. Der Billboard Effekt trägt also dazu bei, die Umsätze über die eigene Webseite durch die Präsenz auf Buchungsportalen zu steigern.

Der Begriff Blacklist findet vorallem im Newsletter-Marketing seine Verwendung und bezeichnet in diesem Zusammenhang eine Adress-Liste voller Empfänger, die sich aktiv gegen den Erhalt des Newsletters ausgeprochen haben. Es handelt sich also gewissermaßen um eine "Sperrliste", denn die auf einer Blacklist befindlichen Empfänger sollten keine Aussendungen mehr erhalten.

Der Begriff Blog leitet sich von "Weblog" oder "Logbuch" ab. Ursprünglich wurden von vielen Usern (sogenannten Bloggern) private Blogs im Sinne eines Online-Tagebuches geführt, im welchem sie ihre persönlichen Beiträge veröffentlichten. Im Laufe der Zeit haben sich Blogs aber auch in professionellen Umfeld etabliert, um redaktionelle Artikel zu ausgewählten Fokusthemen zu veröffentlichen oder Nutzer über einen Unternehmens-Blog über relevante Neuigkeiten zu informieren.

Browser sind Programme, die es Nutzern möglich machen, Internetseiten zu besuchen. Die Browser rufen die im Web verfügbaren Inhalte ab und stellen sie für die menschliche Wahrnehmung korrekt dar. Die gängisten Browser sind zB.: Google Chrome, Mozilla Firefox, Safari und Microsoft Edge.

Unter Cache versteht man einen digitalen Zwischenspeicher - beispielsweise im Browser von Computer, Smartphone oder Tablet -, der abgerufene Inhalte von Internetseiten speichert. Durch die zwischengespeicherten Informationen wird dem Browser das schnelle Zugreifen auf und das Darstellen der Inhalte beim erneuten Seitenbesuch ermöglicht.

Unter einem Call To Action (CTA) versteht man eine Handlungsaufforderung an den User. Häufig ist ein Call To Action beispielsweise auf Webseiten zu finden, wenn man User darum bittet, sich für ein Newsletter-Abonnement anzumelden. Auch in Newslettern werden häufig CTAs integriert, um die Newsletter-Leser um eine Handlung wie zB.: eine Veranstaltungsanmeldung zu bitten.

Der englische Begriff "Content" bedeudet übersetzt so viel wie "Inhalt" und meint im Bereich des Online-Marketings zB.: die veröffentlichten Inhalte auf einer Webseite oder einem Blog.

Unter Cookies versteht man spezielle Datenpakete, die zwischen Webservern ausgetauscht werden, um nutzerspezifische Daten zu analysieren. Konkret bedeutet das: beim Besuch einer Webseite wird vom besuchten Webserver eine Textdatei im Internet-Browsers des Nutzers gesetzt, um das Nutzerverhalten darüber auszulesen.

Der Cookiebanner weist Besucher beim Aufrufen einer Webseite darauf hin, dass seitens des Webseitenbetreibers ggf. Cookie-Technologien zur Erhebung, Nutzung oder Speicherung nutzerbezogener Daten genutzt werden.

Die Customer Journey (zu deutsch so viel wie "Reise des Kunden") bezeichnet den gesamten Interaktionszeitraum eines Kunden mit einem Produkt oder einer Dienstleistung. Die Customer Journey ist in verschiedene Phasen unterteilt und beginnt bspw. beim ersten Kontakt-Moment und umfasst viele direkte und indirekte Kontaktpunkte bis hin zum Kauf oder der Konsumation des Produktes oder der Dienstleistung.

Chatbots sind Computerprogramme, die die den interaktiven Austausch der menschlichen Kommunikation imitieren und dabei auf Datenbanken voller Textbausteinen zurückgreifen. Häufig kommen Chatbots bei Live-Chat-Technologien auf Webseiten zum Einsatz, um Fragen des Users möglichst schnell zu beantworten.

Die Abkürzung DSGVO steht für den Begriff "Datenschutzgrundverordnung" und benennt eine im Mai 2018 in Kraft getretenes EU-Verordnung, die die Erhebung, Nutzung und Speicherung von personenbezogenen Nutzerdaten reguliert.

Unter einem Hashtag versteht man das Raute-Symbol ( # ), das vorallem in Sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook und Instagram zur Kennzeichnung, Kategorisierung oder Hervorhebung gewisser Schlagwörter genutzt wird. Die Beschlagwortung mittels Hastags ermöglicht auch das Filtern inhaltsgleicher Beiträge per Klick auf den entsprechenden Hashtag.

Als "Keyword" versteht man spezielle Schlüsselbegriffe oder Suchworte, die in der Suchleiste einer Suchmaschine eingegeben werden, um entsprechende Inhalte zu finden.

Ein Link (=Hyperlink) verbindet verschiedene Inhalte im World Wide Web miteinander und stellt im Sinne eines Querverweises eine klickbare Verbindung zwischen ihnen her. Hyperlinks vernetzen also die im Internet verfügbaren Inhalte miteinander.

Mit dem Begriff "responsive" werden Webseiten bezeichnet, die sich am Display des genutzten Endgerätes (Computer, Tablet, Smartphone) orientieren und ihre Inhalte entsprechend angepasst darstellen. "Responsive Webdesign" bezeichnet die entsprechende Konzeption und Programmierung einer Webseite.

Der englische Begriff Search Engine Optimization (SEO) bedeuet übersetzt so viel wie Suchmaschinenoptimierung. Es handelt sich dabei um einen Teilbereich des Online-Marketings, der sich um die Optimierung von Webseiten kümmert mit dem Ziel, in den organischen (also den nicht bezahlten) Suchresultaten der Suchmaschinen wie zB.: Google möglichst weit oben gereiht zu werden.

Der englische Begriff Search Engine Marketing (SEM) bedeuet übersetzt so viel wie Suchmaschinenmarketing. Es handelt sich dabei um einen Teilbereich des Online-Marketings, der sich um die optimale Bewerbung von Webseiten mittels bezahlten Werbeanzeigen kümmert mit dem Ziel, in den anorganischen (also den bezahlten) Suchresultaten der Suchmaschinen wie zB.: Google möglichst weit oben gereiht zu werden.

Die "Unique Selling Proposition" (USP) bezeichnet das Alleinstellungsmerkmal eines Produktes oder einer Dienstleistung. Der USP kann als Entscheidungsmerkmal dienen und somit über den Erfolg beim Endverbraucher/Konsumenten entscheiden.

Unter Usabilty versteht man die Benutzerfreundlichkeit bzw. die Bedienbarkeit einer Webseite. Je besser die Usabilty, desto intuitiver finden sich User auf einer Webseite zu recht.

Der Begriff Webinar setzt sich aus den Begriffen "Web" und "Seminar" zusammen. Bei einem Webinar handelt es sich um ein ins Web verlagertes Seminar, das orts- und zeitunabhängig online stattfinden und von Webinar-Teilnahmern besucht werden kann. Häufig werden Webinare zu Schulungszwecken oder Produtpräsentationen genutzt, wenn eine Zusammenkunft vor Ort zum Beispiel aufgrund der Entfernung nicht möglich ist.

Spricht man von "Big Data", geht es um Ansammlungen großer Datenmengen, die meist sehr komplex und nur schwach strukturiert sind. Nach entsprechender Auswertung können sie aber von umso größer Bedeutung sein. Ein im Tourismus zentrales Beispiel sind Buchungsdaten - also wer wann und wo über welchen Kanal welche Angebote in einer Region bucht.

Tourismus & eTourismus

Unter Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) versteht man verschriftlichte Vertragsklauseln die bei Zustandekommen eines Vertrages von den Vertragsparteien akzeptiert werden und mit der Vertragsunterzeichnung unterfertigt werden. Die AGBs umfassen in der Regel die wichtigsten Übereinkünfte im Zusammenhang mit der Vertragserfüllung.

AGBH steht für Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Hotellerie. Die AGBH wurden im Jahre 2006 veröffentlicht und beschreiben die allgemein gültigen Geschäftsbedingungen für die Hotellerie in Österreich.

Airbnb ist ein in Amerika gegründetes Online-Portal zur Vermietung und Buchung von Unterkünften. Der Begriff "Airbed and breakfast", auf deutsch "Luftmatratze und Frühstück", wurde nach der Gründung des Unternehmens Airbnb im Jahr 2009 verkürzt zu Airbnb.

Die An- und Abreiseliste sind zwei zentrale Instrumente im Hotelservice. Die Abreiseliste enthält alle Abreisen von Gästen, die Anreiseliste enthält im Gegenzug dazu alle Gäste-Anreisen. In der Regel werden die Listen aus den genutzten Buchungsprogrammen generiert und je nach Bedarf als Tages-, Wochen-, oder Monatsliten geführt.

Booking.com ist der Name einer weltweit agierenden Buchungsplattform für Reisen und Unterkünfte. Unterkunftsbetreiber haben die Möglichkeit, sich und ihre Angebote auf der Plattform zu präsentieren und Buchungen über Booking.com als Online-Vertriebskanal zu generieren. Booking.com wurde im Jahr 1996 von der Priceline Group gegründet.

Der englische Begriff "Cancellation" steht für die Stornierung einer Reservierung.

Channel Management Systeme sind touristische Software-Lösungen, um Kontingente und Verfügbarkeiten auf den einzelnen Vertriebskanälen und Plattformen zu steuern. Informationen über Preise, Verfügbarkeiten und Restriktionen werden im Channel Manager gewartet über Programmier-Schnittstellen (API) automatisiert an die unterschiedlichen Portale und Kanäle gesendet.

Unter Check-in versteht man den Vorgang, Reisende bei Ankunft in einer Unterkunft als Gäste anzumelden. Der Check-Out (engl. = Abmeldung) ist der Vorgang, Reisende beim Verlassen der Unterkunft als "abgereist" zu melden. Parallel dazu verläuft ein kontrolliertes Bearbeitungssystem von Dokumenten: Der Gast verlässt die Unterkunft und begleicht im Zuge der Abmeldung seine Rechnung.

Eine Destination ist eine Region oder ein Ort, der von Reisenden als Reiseziel gewählt wird. Eine Destionation bietet sämtliche im Rahmen des Aufenthaltes notwendigen oder gewünschten touristischen Einrichtungen (Unterkunft, Verpflegung, Unterhaltung, ...) für ihre Gäste.

Eine Destinationmanagementorganisation ist die zentrale Organisation einer Destination, die sich um die in der Destination vorhandenen touristischen Leistungsträger kümmert, sowie die Vermarktung der in der Destination befindlichen Leistungenangebote koordiniert und durchführt.

Expedia ist der Name eines im Jahre 1995 von Microsoft gegründeten Online-Buchungsportals für Unterkünfte, Reisen, Transporte und weitere touristische Leistungen.

Der Begriff "Front Office" kommt aus dem englischen Sprachbereich und heißt wörtlich übersetzt so viel wie "Vorderbüro". Gemeint ist in touristischen Unterkünften oder im Hotelbetrieb damit die Rezeption zum Empfang von Gästen.

Wenn Softwaresysteme über keine Programmierschnittstelle verfügen, gibt es die Möglichkeit, Kalenderinformationen über das Datenformat iCalender auszutauschen. Im Gegensatz zur API findet dabei kein Echtzeit-Abgleich der Daten statt, sondern ein Abgleich des Ist-Zustandes zu definierten Zeiten via i-Cal.

Unter dem englischen Begriff "No Show" versteht man das unerwartete Nichterscheinen eines Gastes ohne Tätigung einer Stornierung. Als Entschädigungsleistung für das nicht mehr weiter zu vermittelende Zimmer können anstatt Stornogebühren daher No Show Gebühren für den nicht angereisten Gast entstehen.

Die im Jahre 1953 gegründete Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) ist die freie Interessensgemeinschaft und Interessensvertretung der österreichischen Hotellerie.

Online Travel Agencies (OTA) sind Buchungs-Plattformen, die als Online-Reisebüros touristische Leistungen wie Unterkünfte, Flüge oder Mietwägen per Mausklick an ihre User vermitteln. OTAs nehmen einen besonderen Stellenwert als Online-Vertriebskanal ein, da die User mittels Filter-Techniken die Möglichkeit haben, individuelle und bedürfnisorientierte Angebote zu finden.

Unter User Experience (UX) versteht man die Nutzererfahrung, also das Erlebnis und die empfundene Qualität eines Nutzers bei der Interaktion mit einer digitalen Anwendung wie zum Beispiel einer Webseite. Die User Experience ist subjektiv und abhängig von verschiedenen Faktoren, die den User zum Zeitpunkt der Interaktion beeinflussen. Dazu gehören unter anderem die Vertrautheit und die intuitive Handhabung (einfache Menüführung, klare Struktur) sowie die Funktionstüchtigkeit (schnelle Ladezeiten, richtige Darstellung).

Eine Programmierschnittstelle dient dazu, verschiedene Softwaresysteme aneinander anzubinden und den Datenaustausch untereinander zu ermöglichen. Der englische Begriff Application Programming Interface wird häufig mit API abgekürzt. Programmierschnittstellen erlauben zum Beispiel den automatischen Abgleich der verfügbaren Kontingente eines Unterkunftsbetriebs mit den buchbaren Einheiten des Betriebs auf einer Online Buchungsplattform.

Als Property Management System (PMS) werden Softwarelösungen zur Verwaltung, Vermarktung und Vermietung von Unterkunftseinheiten wie Zimmern, Ferienwohnungen oder Apartments bezeichnet. Umgangssprachlich werden darunter auch Hotel-Softwaresysteme bzw. Reservierungs- und Buchungssysteme bezeichnet oder noch einfacher: ein digitaler Zimmerplan mit Funktionen wie Rechnungslegung, Gästekartei und Berichtswesen.

Unter einer Stornierung versteht man die Absage einer gebuchten Leistung, die nicht in Anspruch genommen wird. Abhängig davon wann die Stornierung getätigt wurde und welche vertraglichen Stornobedingungen getroffen wurden, können Stornogebühren als Entschädigungsleistung anfallen.

Unter Stornokosten oder Stornierungsgebühren versteht man eine entgeltliche Entschädigungsleistung seitens der Gäste für gebuchte, aber aufgrund einer (kurzfristigen) Stornierung nicht in Anspruch genommene Leistungen eines Unterkunftsgebers.